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Texte aus der Uni

Von Wein und Bier fällt niemand ins Koma

 

45 Tequila an einem Abend. Was danach mit dem 16-Jährigen Gymnasiasten aus Berlin passierte, schockierte. Er fiel ins Koma und starb kurze Zeit später an den Folgen des Alkoholmissbrauchs. Auch wenn dieser Fall extrem ist, ein Einzelfall ist er mit Sicherheit nicht. Seit ein paar Jahren ist es unter manchen Minderjährigen zum Trendsport geworden, sich am Wochenende wahrlos zu besaufen. Und auch wenn Statistiken der Deutschen Hautpstelle für Suchtgefahren beweisen, dass der regelmäßige Alkoholkonsum bei den Jugendlichen zurückging – es gibt noch immer viele, die nicht wissen wann Schluss ist.

Ein generelles Alkoholverbot für die unter 18-Jährigen würde dieses Problem allerdings nicht lösen.

Keine Frage: Minderjährige schaden mit Hochprozentigem sich und ihrer Gesundheit. Ein Verbot von etwa Schnaps für unter 18-Jährige ist also vollkommen richtig. Dieses gibt es allerdings schon. Und genau hier sollte angesetzt werden. Es wird den Jugendlichen viel zu einfach gemacht, auch im Alter von 16 oder 17 schon an Hochprozentigeres als Bier oder Wein zu kommen. Kontrollen zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes finden viel zu selten statt. Und ein Fehlverhalten scheint zu gering bestraft. Denn sonst würden Tankstellenbesitzer oder Disko-Betreiber es sich sicherlich zweimal überlegen, Schnaps an Minderjährige zu verkaufen. Die jetzigen Gesetze müssen mit mehr Kontrollen und schärferen Strafen besser eingehalten werden.

Wäre dies der Fall, gebe es keine Koma-Besäufnisse und ein Verbot wäre hinfällig. Denn von Bier und Wein fällt niemand ins Koma. Ganz im Gegenteil: Diese Getränke mit weniger Alkohol können dafür sorgen, dass Jugendliche langsam an den Alkoholkonsum herangeführt werden und schneller lernen verantwortungsbewusst damit umzugehen.

Dabei muss Aufklärung helfen. Kinder müssen schon in jungen Jahren von ihren Eltern beigebracht kriegen, dass Alkohol ihnen schaden kann. Dafür sollte es spezielle Elternseminare geben, in denen ihnen auch gezeigt werden muss, wie sie ihren Kindern den eignen Alkoholkonsum erklären. Eltern können aber nicht alles selber leisten – auch die Schulen müssen Verantwortung übernehmen. Spielerische Aktionen, wie „Anti-Alkohol-Tage“, die es für andere Drogen übrigens schon lange gibt, wären Möglichkeiten. Auch schockieren kann ein Mittel sein. Einen trockenen Alkoholiker einladen und ihn erzählen lassen: Worte die tausendmal mehr bringen als ein Verbot.

6.8.08 19:08


Zum Stand der deutschen Fußballnation
Die Nationalmannschaft wird sich und den Deutschen als Team beweisen, dass sie zur europäischen Spitze gehört

Noch genau 82 Tage bis zur Europameisterschaft. Dass das Turnier in Österreich und der Schweiz langsam näher rückt, lässt sich am Kalender ablesen- genauso gut aber auch an der Gemütslage der Deutschen. Allmählich wächst die Spannung. Und damit auch die Unsicherheit: Wie steht der deutsche Fußball denn nun da? Dabei werden auch die Vereine im europäischen Vergleich verschärft beobachtet.

Einem Desaster kam da die 1:2-Niederlage des FC Bayern gegen den RSC Anderlecht im UEFA Cup gleich. Wenn selbst der Stern des Südens nicht mehr gewinnt, wer denn bitte schön dann? Nicht zu vergessen dabei ist allerdings, dass München nur mit einer B-Elf auflief. Und auch der Vorsprung durch das 5:0 im Hinspiel hat wohl dafür gesorgt, dass die Bayern-Profis nicht ganz so konzentriert waren, wie nötig. Trotz der Niederlage gilt: Mit Bayern München und Bayer Leverkusen sind noch zwei deutsche Mannschaften im Viertelfinale vertreten. Mehr als aus jedem anderen Land. Und zudem kommen mit Toni, Kiessling, Klose und Podolski vier der acht Toptorschützen des Cups aus einem deutschen Club.

Auch beim großen Bruder, der Champions League, ist Schalke 04 oben mit dabei. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte überhaupt erreichten die Knappen das Viertelfinale.

Das lässt sich auch in der UEFA Fünfjahreswertung sehen. Zwar steht die Bundesliga im Moment noch auf Platz fünf, ist aber kurz davor Frankreich von seinem vierten Platz zu verdrängen. Spitze im europäischen Vereinsfußball ist die deutsche Fußballnation noch nicht – aber auf dem besten Weg dahin.

Was die Stellung des deutschen Fußballs im europäischen Vergleich in diesem Jahr aber erst wirklich festlegen wird, ist die Europameisterschaft. Dort wird das Team um Jogi Löw beweisen müssen, was von der WM 2006 übrig geblieben ist. In der Fifa-Weltrangliste ist Deutschland schon jetzt drittbestes europäisches Team. Nur Weltmeister Italien und Spanien sind besser. Trotzdem gibt es bis zum EM-Start im Juni noch einiges zu tun. Stars wie Metzelder und Lehmann sind in ihren Vereinen nur zweite Wahl. Dabei sollte man jedoch die schwierige und langwierige Verletzung von Metzelder nicht aus dem Auge verlieren. Auch hat es bis jetzt nur einer der Nationalmannschaftjungs geschafft sich bei einem ausländischen Topverein wirklich durchzusetzen: Michael Ballack. Unwichtig! Denn die Deutschen haben bei großen Turnieren schon immer durch ihre Teamleistung überzeugt und Titel errungen. Nicht durch brillante Einzelaktionen. So wurde auch Österreich im Februar bezwungen, wenngleich man von einer überzeugenden Leistung wohl kaum sprechen kann. Zum Sieg gezittert wurde sich da. Aber auch so ein Spiel muss mal erlaubt sein -  um die Schwächen zu erkennen und um das Team aufzurütteln. Nebenbei: Spanien hat bei seinem 1:0 im Testspiel gegen Frankreich in Malaga auch nicht besser ausgesehen.

Als erstes für die EM qualifiziert, wird die Nationalmannschaft auch während des Turniers beweisen, dass sie zu den Ersten gehören.

15.7.08 20:04


Glos: Deutschland droht Stromlücke

Optimismus für deutsche Wirtschaft trotz Finanzmarktkrise

 

Berlin. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos warnt vor einer Stromlücke in Deutschland ab 2012. Diese Situation könne eintreten, falls es weiterhin keine erhöhten Investitionen im Energiesektor gebe, erklärte Glos in einem Interview mit der WirtschaftsWoche.

 

Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur (Dena)seien zu diesem Ergebnis gekommen. Um einer Unterversorgung mit Strom entgegenzuwirken, müsse verstärkt in Kraftwerke und Netze investiert werden. Dabei könne auch nicht auf Kernkraftwerke verzichtet werden, denn vor allem mit Blick auf die Senkung des CO2-Ausstoßes brauche man diese Werke. Deutschland hat sich dazu verpflichtet seine CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren.

Einem Gutachten des Umweltbundesamtes sprach Glos die Realitätsnähe ab. Dieses war von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in Auftrag gegeben worden und widerspreche den Berechnungen der Dena. „Viele Annahmen in der Studie sind unzutreffend und längst nicht sicher.“ So gehe die Studie etwa davon aus, dass erneuerbare Energien bis 2020 einen Anteil von 25 bis 30 Prozent an der Stromversorgung hätten.  Diese gerieten aber in Wirklichkeit immer mehr in die Kritik. „Der Umweltminister neigt offenbar dazu, das Problem der Energieversorgung durch die ideologische Brille zu betrachten.“

 

Trotz der aktuellen Finanzmarktkrise zeigte sich der Wirtschaftsminister optimistisch für die deutsche Wirtschaft. Bis jetzt gebe es keine ernsten Auswirkungen auf die Realwirtschaft in Deutschland, dennoch seien die Risiken hoch und dürften nicht ignoriert werden. Ein Eingreifen des Staates, wie es Deutsch Bank- Chef Josef Ackermann gefordert hatte, hält Glos für grundsätzlich falsch. „Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren – das geht nicht.“

 

In Bezug auf die jüngsten Äußerungen von Finanzminister Peer Steinbrück, der zu Gunsten des Ziels ausgeglichener Haushalt 2011 einigen Ressorts, darunter auch dem Wirtschaftsministerium, Budgets zuteilen will, sagte Glos eine Haushaltssanierung sei notwendig. Dabei dürfe aber nicht immer nur gespart werden, sondern es müsse auch Ausgaben für Arbeitsplätze, Innovation, Forschung und regionale Wirtschaftskraft geben. „Sonst sparen wir uns ins Koma.“

14.7.08 19:16


Immer wieder sonntags

Für den Nichtstuer Jochen Picht hat die Woche sieben Sonntage

 

 

Unauffällig – denkt man wenn man ihn sieht. Vorausgesetzt man nimmt ihn überhaupt wahr. Groß und schlaksig kommt er daher. Sein aschbraunes Haar ist ungekämmt und auf dem besten Weg sich in ein trauriges Grau zu verfärben. Weise wirkt er damit nicht. Und sein Gesicht? Das macht schon jetzt einen tristen Eindruck, so blass ist es. Eigentlich also klar: Dieser Mann versinkt im Sumpf der Unauffälligkeit. 

Eigentlich. Denn äußerlich betrachtet mag das stimmen, blickt man aber unter die Hülle der Oberflächlichkeiten hat er sich schon lange aus eben diesem Sumpf befreit. Jochen Picht ist sehr wohl etwas Besonderes- er ist ein Nichtstuer.

Es ist montagmorgens und die arbeitende Bevölkerung quält sich gerade nach einem erholsamen Wochenende zur Arbeit. Nicht so Jochen Picht. Er bleibt lieber noch ein bisschen in seinem Bett liegen. Kann er auch, schließlich hat er seinen Job bei der Post schon vor langem aufgegeben. Arbeiten ist nichts für ihn, allenfalls Schichtarbeit würde im Gefallen, sagt er. Denn die Vorstellung eine Zeit des Tages blockiert zu haben widerstrebt Picht. „Man will doch jede Lichtstimmung des Tages wenigstens einmal gesehen haben.“  Das Zimmer in dem er liegt ist nur spärlich eingerichtet. Das Bett, ein winziger Schrank und ausgeblichene gelbe Gardinen, die mehr Licht durchlassen, als dass sie welches zurückhalten. Picht besitzt nicht viel. Aber alles was er besitzt hat er sich entweder früher selber angeschafft - als er noch arbeitete - oder hat er geschenkt bekommen. Auf Luxus muss er dabei nicht unbedingt verzichten. Laptop, iPod: Vieles über das sich manch Arbeitender freuen würde, hat Picht von Verwandten und Freunden geschenkt bekommen. „Auch der Staat beschenkt mich.“ Bei diesem Satz ist ein leichtes Schmunzeln ist auf seinen Lippen zu erkennen. Das Geschenk was er vom Staat bekommt ist das Arbeitslosengeld II. Ein schlechtes Gewissen gegenüber denjenigen, die ihm dieses Geschenk machen hat er nicht. Schließlich könne ja jeder nichts tun und so leben wie er. „Aber es ist schon schöner, wenn die anderen arbeiten.“, fügt er hinzu. Das Schmunzeln hat sich jetzt in ein breites Lachen gewandelt.

Lachen tut Picht oft. Teils kommt er einem dabei arrogant und selbstgefällig vor. Doch das stört ihn nicht: „ Ich lache gerne über meine eigenen Witze und schäme mich dessen nicht… ich bin wie ich bin, ich verstell mich nicht.“

Aber dann wieder scheint das Lachen nicht echt – nur aufgesetzt. Als wolle er damit sich und den Leuten um ihn herum krampfhaft beweisen: Ja ich bin glücklich mit meinem Leben, so wie es ist. Für einen Moment muss dann jedoch das breite Grinsen oder herzhafte Lachen weichen -  es muss weichen für einen nachdenklichen Blick in die Ferne. Und dieser Blick verrät etwas: Picht ist nicht wunschlos zufrieden mit seinem Leben. Besonders deutlich wird ihm das, wenn er seinen Sohn wieder verlassen und heimfahren muss. Sein Sohn? Richtig der Nichtstuer Jochen Picht hat einen Sohn: Joshua, neun Jahre alt, lebt in Niedersachsen, hervorgegangen aus einer „kleinen Liebe“, wie Picht die Liebe zu Joshuas Mutter beschreibt. Seinen Sohn liebt er. Das merkt man ihm an, wenn er von ihm spricht. Seine Augen strahlen dann fast wie Edelsteine. „ Mein Sohn kennt mich, er weiß wie ich bin.“ Vielleicht hat Picht bei seinem Sohn als einzigem das Gefühl, dass er ihn und seinen Lebensstil wirklich akzeptiert. „Es ist wichtig, dass es Joshua gut geht, unser Verhältnis ist sehr gut.“ Das war nicht immer so. Picht zog vors Amtsgericht, um Umgangsrecht zu erhalten und er machte eine Familientherapie. Für das gute Verhältnis hat er gekämpft wie ein Löwe. Aber auch heute ist nicht alles Gold was glänzt. Picht muss lange sparen, um sich eine kurze Reise zu seinem Sohn leisten zu können. Und genau dieser Umstand verbietet ihm die letzte Freiheit, die ihm noch fehlt, auszuleben. Die Freiheit für seinen Sohn da sein zu können. Die Rückfahrt nach Hause ist jedes Mal wie ein kleiner Stich ins Herz: „ Wenn ich zu Joshua fahre, freu ich mich. Wenn ich zurück fahre….wo fahre ich hin? Beim Joshua merke ich den Unterschied zwischen leben und rum sitzen.“

Im Umgang mit seinem Sohn fällt noch etwas anderes auf: Manchmal verhält Picht sich wie ein kleines Kind. Er tobt mit Joshua im Sand und im Meer und kauert sich beim Regen in einen Strandkorb zusammen. Beim Spiel mit Joshua streckt er die Arme weit aus, dreht sich und schaut in den Wolken verhangenen, grauen Himmel, als fühle er sich erst jetzt richtig frei. Er gluckst dann herum und scheint eher wie ein Freund seines Sohnes und nicht wie ein Vater. Wie ein Kinderspiel empfindet er es auch, dass die Menschen bei ihm zu Hause alle unter einer Brücke erstarren, wenn es beginnt zu regnen. Als er das erzählt strahlen seine Augen abermals -  das Leben leicht wie ein Kinderspiel! Genau davon scheint Picht zu träumen.

Neben der „kleinen Liebe“, die er mit der Mutter seines Sohnes hatte, hatte er auch eine „große“. Aber die habe er zerstört, weil er zu jung war. „Sie war schon etwas Besonderes.“ Heute lebt Picht alleine. Das macht ihm nichts aus. Natürlich sei es schön eine Frau zu haben, aber notwendig nicht – und ein Abschlepper sei er schon gar nicht.

Nichtstuer ist eigentlich die falsche Bezeichnung für Jochen Picht. Er tut etwas -  nur eben nicht arbeiten. Tagtäglich spaziert er in einem seiner alten braunen, dunkelblauen oder grauen Anzüge – ganz egal ist ihm sein Äußeres nicht – durch sein Viertel. Ein tristes Viertel. In gewisser Weise spiegelt es Pichts Lebensgeschichte wieder. Früher eine arbeitsreiche Gegend, heute gibt es hier viele marode Häuser, die teilweise einer Baustelle gleichen. Auch viele Arbeitslose leben heute hier. Die besucht Picht dann oft oder er lernt Geige spielen, besser gesagt er versucht es sich selber beizubringen. Gut anhören tue es sich nur manchmal – und er hat Recht: Richtig kann er es noch nicht. Aber es macht ihm Spaß und hilft ihm den Tag nicht ganz tatenlos zu verbringen.

Warum Picht so geworden ist? Das weiß er selber nicht. Eins steht aber fest: Dumm ist er nicht. Er studierte Philosophie und Soziologie in Köln. Auch an der Erziehung kann es nicht gelegen haben. Gut bürgerlich wuchs er auf, mit drei Geschwistern – alle drei sind heute Lehrer. „Vielleicht liegt es an dem Philosophie-Studium, dass ich so geworden bin. Aber ich hab schon als Kind immer gerne aus dem Fenster geschaut.“

Auch wenn Picht seine Lebensweise in bestimmter Weise auch als Kunst ansieht – „Man muss sich auch freuen können los zu lassen, jeden Tag Sonntag zu haben“ – möchte er irgendwann wieder arbeiten. Einen Schritt in Richtung strukturiertes und „normales“  Leben hat er schon gemacht: Regelmäßige Fahrstunden für seinen Mofaführerschein. Weil ihm seine Fahrerlaubnis abgenommen worden war, durfte er sein geliebtes Mofa nicht mehr benutzen. Traurig habe ihn das gemacht, erzählt er mit einem wehmütigen Blick zu dem Mofa. Denn das Mofa-Fahren sei auch Ausdruck seiner Lebensphilosophie gewesen- besonders im Standgas. Und da ist er wieder, dieser nachdenkliche Blick. Der Blick, der eines Tages vielleicht dafür sorgen wird, dass Jochen Picht sein Leben ändert und vom Nichtstuer zum Arbeiter wird.

9.7.08 20:53





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